© Clara Huyton

Dominique Ernst

und die Legenden der Monts de Genève

Dominique Ernst kennenlernen und ihm zuzuhören, heißt, ein Buch aufzuschlagen und sich auf die schöne Reise durch die Monts de Genève zu begeben. Die Geschichte dieses Heimatverbundenen, seine Topaktualität und sein Geist sind in dem Gebiet verwurzelt, das er seit 59 bewohnt und dessen Natur und Legenden er jeden Tag erkundet.

 

Er ist in Genf geboren, doch die Neugier für das Gebiet wird am Fuß des Mont Salève in Monnetier-Mornex erweckt. Heute legt er die territorialen Geheimnisse in seinen Schriften, Artikeln und Büchern dar. Er hat beim Vuache Wurzeln geschlagen und war 2001 Stadtrat von Vers. Schnell verspürte Dominique den Wunsch städtische Neuigkeiten zu veröffentlichen und wurde zum Korrespondenten der lokalen Medien, um anschließend Botschafter dieses unbekannten Genfer Gebiets zu werden. Im Sommer 2004 verfasste er eine Artikelreihe über die Legenden des Salève und des Vuache. Da begann seine Erforschung, der Botschafter ist Autor von 7 Büchern*, die dem Gebiet gewidmet sind.

Die Legenden der Monts de Genève 

„Das ist nicht nur ein Histörchen! Ein Buch schreibt sich nicht mit einem Abenteuer, ich habe eine ungeahnte Welt rund um Legenden entdeckt“, gibt Dominique Ernst zu. Er ist ein Geschichtenerzähler. Die beiden nah aneinander liegenden und doch so unterschiedlichen Berge Salève und Vuache halten jede Menge Legenden bereit, die von den Einwohnern seit Jahrhunderten am Leben erhalten werden; raues Land, das man probeweise besiedelte, Berge, in denen Bären und Wölfe hausen, Geschichten vom Teufel, von Hexen und Feen.“Der Mont Salève ist ein zivilisierter Berg, der mit Genf und der Bergsteigerkultur verbinden ist. Man erzählt sich, dass hier Wölfe früher die Schafe fraßen. Der Vuache ist ein unberührter und geschützter Berg mit reichhaltigem Naturkulturerbe und architektonischem Kulturerbe; nach Zeugenaussagen von 1750, die ich in den Pfarregistern fand, fraßen die Wölfe hier früher Kinder.

Der Autor ist ein wahrer Forscher. Er klopft an die Türen der Einwohner, deren Urgroßeltern ihnen mit Sicherheit Geschichten weitererzählt haben, die man sich abends erzählte. Er schnüffelt auf Dachboden herum, wälzt Bücher und Zeitungen und gleicht seine Daten mit den Archiven der Ethonologen und „Volkskundlern“ ab. Er geht spazieren, er verlässt sich auf seinen guten Riecher und lauscht! Wussten Sie, dass Heinrich IV. in Viry ermordet wurde, dass im Jahr 1814 eine schreckliche Schlacht der Soldaten Napoleons und den Österreichern vor den Toren Saint-Julien 1.000 Tote forderte, dass Julius Cäsar auf den Pfaden des Vuache spazieren ging? Genau wie Dominique Ernst, dem Sie auf seinen favorisierten Spazierwegen begegnen können: die großen Almen mit unvergleichlichen Panoramen über Genf, aus denen man so viel positive Energie schöpfen kann: der Turm des Pitons, Les Convers und La Thuile. Was den Vuachem diesen Berg voller Wald ohne Straßen angeht, diesen beschützt Dominique eifrig als Vorsitzender des Syndicat Intercommunal du Vuache: „Außergewöhnlich im Frühling, mit großer Artenvielvalt und vielfältiger Vegetation, mal mediterran, mal alpin, aber auch die traditionellen Obstplantagen, die wir jeden Herbst feiern, die 170 Kilometer beschilderter Wanderweg, Chaumont, eines der wenigen Dörfer, dass mit seiner Burg auf einem Felsvorsrung auch seine mittelalterliche Atmosphäre erhalten konnte, der Lehrpfad des Vuache und seine Schilder, und nicht zu vergessen die Kapelle Sainte-Victoire auf der anderen Seite oberhalb der Rhone und deren Legende!

 

2006 Erscheinung des 1. Buches: „Histoires et légendes au pays du Vuache“ („Geschichten und Legenden im Land des Vuache“).

2015 Erscheinung von „Le Salève, des histoires et des hommes“ („Der Salève, Geschichten und Menschen“).